Sennelandschaft als attraktive touristische Angebotsmarke

Touristisches Potenzial des Projektes „Senne für alle Sinne“ für die Region nutzen

Als Pilotprojekt für eine interkommunale Zusammenarbeit planen Bad Lippspringe, Hövelhof und Schlangen in den Bereichen Tourismus und Marketing die Fortführung des Projektes „Senne für alle Sinne“. Im Vorfeld der Beratungen in den kommunalpolitischen Ausschüssen von Bad Lippspringe und Schlangen (gemeinsame Sitzung am 9. Juni, 18.00 Uhr im Kongresshaus Bad Lippspringe) sowie Hövelhof (Haupt- und Finanzausschuss am 17. Juni, 19.00 Uhr im Schützen- und Bürgerhaus Hövelhof) hat Susanne Leder, Professorin für Tourismusmanagement und Marketing an der Fachhochschule Südwestfalen (Standort Meschede), dem geplanten Projekt großes Potenzial bescheinigt.
Mit Unterstützung der Bürgermeister Ulrich Lange (Bad Lippspringe), Michael Berens (Hövelhof) und Marcus Püster (Schlangen) hatte Projekt-Koordinator Thomas Westhof die Professorin um eine Stellungnahme aus tourismuswissenschaftlicher Sicht gebeten, um die Möglichkeiten von „Senne für alle Sinne“ durch eine unabhängige Instanz bewerten zu lassen. In ihrem Papier ist die Tourismusexpertin der Frage nachgegangen, welche Wertschöpfung der Landschaftsraum Senne für Tourismus und Naherholung durch die Anrainergemeinden bietet.

Auf dieser Grundlage konnten von den Projektinitiatoren auch die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für die interkommunale Kooperation erarbeitet werden, die nun in den politischen Gremien zur Beratung anstehen. „Orientiert haben wir uns dabei an der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Anrainern am Emsradweg“, so Helena Kottowski von der Emsradweg-Geschäftsstelle in Hövelhof, die bei der Sennegemeinde angesiedelt ist.

In ihrer Stellungnahme sieht Leder die Senne als seltene und besondere Landschaftsform, die aufgrund der für Nordrhein-Westfalen ungewöhnlichen Sandböden und wechselnden Landschaftsbilder sehenswert und interessant ist. „Verbunden mit gut aufbereiteten Informationen und interaktiven Info-Stationen, bei denen die Besonderheiten von Flora und Fauna zielgruppengerecht vermittelt werden, kann die Senne weiterhin zu einem erfolgreichen Erholungs- und Freizeitziel aufgewertet werden“, schreibt Leder, die ihre Ergebnisse auch ausführlich in den beiden Ausschüssen in Bad Lippspringe und Hövelhof persönlich vorstellen wird.

Als Bestandteil der Tourismusregion Teutoburger Wald und des dazu gehörigen Paderborner Landes könnte die Senne nach Einschätzung der Expertin „als besondere Angebotsmarke etabliert werden und somit zur touristischen Wertschöpfung der Region beitragen“. Durch den starken Trend zum Ursprünglichen habe die Natur- und Kulturlandschaft Senne als attraktives Reise- und Freizeitziel gute Möglichkeiten für mehr Gäste und zusätzliche Einnahmen. Voraussetzung für den Erfolg sei allerdings eine zentrale Vermarktungsstelle, die das touristische Know-how und die Infrastruktur für ein professionelles Marketing bündelt.

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